Deepfake erkennen
Ein Deepfake zeigt einen echten Menschen in einer Szene, die es so nie gab, oder einen Menschen, den es gar nicht gibt. Hier lesen Sie, woran man die Fälschung im Foto und im Video erkennt. Ein Standbild prüfen Sie gleich hier: Der Detektor nennt die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesicht getauscht oder von einer KI erzeugt wurde.
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Sie prüfen ein Video? Halten Sie es bei einem klaren Bild des Gesichts an und laden Sie einen Screenshot hoch. Der Detektor bewertet Standbilder.
Das ist eine Schätzung, kein Beweis: Der Detektor kann sich in beide Richtungen irren. Verlassen Sie sich nicht allein darauf und prüfen Sie Wichtiges nach. wedetect.ai haftet nicht für Entscheidungen auf Grundlage dieser Ergebnisse. Siehe Nutzungsbedingungen (auf Englisch).
Was ist ein Deepfake?
Ob man Deepfake, Deep Fake oder Deep-Fake schreibt: Gemeint sind Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, in denen eine KI das Gesicht oder die Stimme eines Menschen nachbildet. Drei Formen begegnen Ihnen am häufigsten.
- Gesichtstausch (Face Swap). Das Gesicht einer echten Person wird in ein vorhandenes Foto oder Video montiert: ein Prominenter, der in einer Anzeige eine Geldanlage empfiehlt, eine Politikerin mit Sätzen, die sie nie gesagt hat. Körper, Hintergrund und Licht stammen meist aus echtem Material, künstlich ist nur das Gesicht.
- Komplett erzeugte Gesichter. Ein Generator erfindet die ganze Person. Solche Gesichter tauchen vor allem als Profilbilder auf; wie Sie diese Konten entlarven, steht unter Fake-Profil erkennen.
- Geklonte Stimmen. Aus vorhandenen Aufnahmen lässt sich eine Stimme nachahmen, etwa für einen Schockanruf, in dem angeblich ein Angehöriger dringend Geld braucht. Der Detektor prüft keine Tonaufnahmen. Hier hilft nur, unter der Ihnen bekannten Nummer zurückzurufen.
Woran erkennt man Deepfakes auf Fotos?
Ein getauschtes Gesicht wird getrennt vom übrigen Bild berechnet und dann eingesetzt. An den Nahtstellen und in den Details passt es oft nicht ganz zum Rest.
- Augen. Pupillen unterschiedlicher Größe, Lichtreflexe, die im linken und rechten Auge verschieden aussehen, ein Blick, der knapp an der Kamera vorbeigeht.
- Zähne. Eine glatte weiße Fläche statt einzelner Zähne, oder eine Reihe, die zu lang und zu gleichmäßig ist.
- Haaransatz und Konturen. Weiche, verwischte Übergänge an Stirn, Ohren, Kinn und Hals, während das restliche Bild scharf ist.
- Licht und Hautton. Das Gesicht wird von einer anderen Seite beleuchtet als der Körper, oder seine Farbe passt nicht zu Hals und Händen.
- Brillen, Ohrringe, Strähnen. Sie verbiegen sich, erscheinen doppelt oder verschwinden am Rand des Gesichts.
- Schärfe. Das Gesicht wirkt deutlich schärfer oder weicher als alles um es herum, ein Hinweis darauf, dass es nachträglich eingefügt wurde.
Keines dieser Merkmale beweist für sich etwas. Je mehr davon in einem Bild zusammenkommen, desto eher ist es manipuliert.
Deepfake-Videos erkennen
Im Video kommt Bewegung dazu, und gerade sie verrät viele Fälschungen.
- Lippen und Ton. Der Mund formt die Laute nicht genau, oder die Lippen bewegen sich einen Tick vor oder nach der Stimme.
- Blinzeln. Die Person blinzelt auffällig selten oder in einem seltsam gleichmäßigen Takt.
- Kopfdrehungen. Dreht sich der Kopf zur Seite oder fährt eine Hand vor das Gesicht, flackert die Kontur oder verrutscht für einen Moment.
- Mimik. Das Gesicht bleibt glatt und starr, während Stimme und Körper Gefühle zeigen.
So prüfen Sie ein Video mit dem Detektor:
- Halten Sie das Video an einer Stelle an, an der das Gesicht klar und von vorn zu sehen ist, nicht mitten in einer schnellen, verwackelten Bewegung.
- Machen Sie einen Screenshot: am iPhone mit Seitentaste und Lauter-Taste, an den meisten Android-Handys mit Ein-Taste und Leiser-Taste.
- Laden Sie den Screenshot oben hoch. Der Detektor bewertet Standbilder, keine Videodateien.
- Wiederholen Sie das an zwei oder drei anderen Stellen, am besten dort, wo sich der Kopf dreht oder der Mund öffnet. Ein getauschtes Gesicht wird Bild für Bild berechnet und fällt oft an mindestens einer Stelle auf.
Bei einem Gesichtstausch in echtem Filmmaterial ist der größte Teil jedes Bildes echt, deshalb fällt das Ergebnis dort oft weniger eindeutig aus. Dann entscheiden die Anzeichen oben und die Quelle. Mehr zu komplett KI-generierten Clips finden Sie unter How to tell if a video is AI (auf Englisch).
Quelle und Zusammenhang prüfen
Viele Deepfakes fallen weniger am Bild auf als an der Geschichte, die sie erzählen. Stellen Sie vier Fragen.
- Wer hat es zuerst gezeigt? Ein Clip über eine bekannte Person, den nur neue oder unbekannte Konten teilen, während seriöse Medien schweigen, verdient Misstrauen.
- Gibt es die Szene noch woanders? Suchen Sie einen Screenshot mit Google Lens. Taucht dieselbe Aufnahme mit einem anderen Gesicht oder einem anderen Ton auf, haben Sie das Original gefunden.
- Gibt es schon einen Faktencheck? CORRECTIV, der dpa-Faktencheck und der ARD-faktenfinder nehmen sich virale Videos regelmäßig vor.
- Will der Clip etwas von Ihnen? Ein Prominenter, der eine Geldanlage anpreist, eine Chefin, die per Videoanruf eine eilige Überweisung verlangt: Je dringender die Bitte, desto genauer sollten Sie hinsehen.
Wie Sie ein einzelnes Bild Schritt für Schritt untersuchen, zeigt Wie erkennt man KI-Bilder?. Eine schnelle Einschätzung eines einzelnen Bildes liefert auch der KI-Bild-Detektor.
Einen Deepfake melden
- Beweise sichern. Speichern Sie Screenshots, auf denen Datum und Konto zu sehen sind, und kopieren Sie den Link zum Beitrag.
- Bei der Plattform melden. Instagram, Facebook, TikTok, YouTube und X haben an jedem Beitrag eine Meldefunktion.
- Anzeige erstatten, wenn es um Betrug, Erpressung oder intime Aufnahmen geht. Die meisten Bundesländer nehmen Anzeigen auch über eine Online-Wache der Polizei entgegen. Betroffene digitaler Gewalt berät zum Beispiel HateAid.
- Nicht weiterverbreiten. Teilen Sie den Clip nicht, auch nicht als Warnung. Verlinken Sie lieber einen Faktencheck.
Häufige Fragen
Wie kann man einen Deepfake erkennen?
Achten Sie auf den Haaransatz, die Augen, die Zähne und das Licht, im Video zusätzlich auf Lippen und Blinzeln. Prüfen Sie dann ein klares Standbild mit dem Detektor auf dieser Seite und suchen Sie die Quelle. Erst alle drei Schritte zusammen ergeben ein belastbares Urteil.
Kann ich Deepfake-Videos mit dem Detektor prüfen?
Über ein Standbild, ja. Der Detektor bewertet Bilder, keine Videodateien und keinen Ton. Halten Sie das Video bei einem klaren Bild des Gesichts an, machen Sie einen Screenshot und laden Sie ihn hoch. Prüfen Sie zwei oder drei verschiedene Stellen.
Wie sicher ist das Ergebnis?
Sie erhalten eine Wahrscheinlichkeit, kein Urteil: wahrscheinlich KI, wahrscheinlich echt oder unsicher. Bei komplett erzeugten Gesichtern ist der Detektor stark, bei einem Gesichtstausch in einem echten Foto schwächer, weil der Großteil des Bildes echt ist. Ein hoher Wert ist ein starkes Signal, ein mittlerer ein Anlass für die übrigen Prüfungen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Deepfake und einem KI-Bild?
Ein Deepfake setzt das Gesicht oder die Stimme einer echten Person in fremdes Material. Ein KI-Bild erfindet ein Generator von Grund auf, die gezeigte Person existiert nicht. Der Detektor schlägt bei beidem an.
Wo melde ich einen Deepfake?
Zuerst bei der Plattform, auf der er veröffentlicht wurde. Bei Betrug, Erpressung oder intimen Aufnahmen zusätzlich bei der Polizei. Sichern Sie vorher Screenshots und den Link zum Beitrag.
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