Wie erkennt man KI-Bilder?
Bei den neuesten Generatoren reicht ein schneller Blick selten aus. Wer vier Dinge nacheinander prüft, liegt aber meistens richtig: die sichtbaren Anzeichen, die Angaben in der Datei, die Herkunft des Bildes und die Einschätzung eines Detektors. Diese Anleitung geht sie der Reihe nach durch. Keine Zeit? Laden Sie das Bild hier hoch, und der Detektor nennt Ihnen die Wahrscheinlichkeit, dass es KI-generiert ist.
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Das ist eine Schätzung, kein Beweis: Der Detektor kann sich in beide Richtungen irren. Verlassen Sie sich nicht allein darauf und prüfen Sie Wichtiges nach. wedetect.ai haftet nicht für Entscheidungen auf Grundlage dieser Ergebnisse. Siehe Nutzungsbedingungen (auf Englisch).
KI-generierte Bilder erkennen: zehn Anzeichen
Ob Sie ein KI-Foto erkennen wollen oder eine KI-Grafik: Öffnen Sie das Bild in voller Größe und zoomen Sie hinein. An diesen Stellen verraten sich Generatoren am häufigsten.
- Hände. Zählen Sie die Finger und achten Sie darauf, wie sie einen Gegenstand halten. Die aktuellen Modelle zeichnen Hände meist korrekt, an verschränkten oder greifenden Händen scheitern sie aber noch oft.
- Gesichtsdetails. Ungleiche Pupillen, verschiedene Lichtpunkte in den beiden Augen, Zähne, die zu einem Streifen verschmelzen, zwei unterschiedliche Ohrringe.
- Haut wie aus Wachs. Keine Poren, keine Fältchen, ein gleichmäßiger Glanz über das ganze Gesicht: Das sieht eher nach einem Generator aus als nach einer Handykamera.
- Haare und Kanten. Strähnen, die sich im Hintergrund auflösen, Brillenbügel, die in die Schläfe übergehen, Umrisse, die an einzelnen Stellen merkwürdig weich werden.
- Schrift. Schilder, Etiketten und Nummernschilder, die auf den ersten Blick lesbar wirken und beim zweiten nichts bedeuten. Neue Modelle schreiben besser, verraten sich aber noch oft an kleinem Text im Hintergrund.
- Gerade Linien. Folgen Sie einem Geländer, einer Fliesenfuge oder einer Stromleitung hinter einem Gegenstand im Vordergrund. Bricht die Linie ab oder läuft sie versetzt weiter, ist das ein starkes Zeichen.
- Licht und Schatten. Schatten, die in verschiedene Richtungen fallen, oder ein Gesicht, das anders beleuchtet ist als die Szene dahinter.
- Spiegelungen. Ein Spiegelbild, das nicht zum Gegenstand passt, oder eine Fensterscheibe, in der etwas anderes zu sehen ist als der Raum davor.
- Der KI-Look. Kräftige Farben, überall dieselbe Schärfe und ein Bildaufbau wie auf einer Postkarte, viel zu aufgeräumt für einen Schnappschuss.
- Dinge, die es nicht gibt. Schmuck, der in die Haut wächst, Kleidung, die in etwas anderes übergeht, Menschen im Hintergrund mit verformten Gesichtern.
Ein Anzeichen allein entscheidet nichts, denn auch echte Fotos haben Unschärfen und seltsame Schatten. Erst wenn sich mehrere häufen, wird ein KI-Bild wahrscheinlich.
Ist das Bild KI? Was die Datei verrät
Fotos aus Handy oder Kamera speichern in den EXIF-Daten meist Hersteller und Modell, Aufnahmezeit und Belichtung. Bei KI-Dateien fehlen diese Angaben in der Regel, und manche nennen sogar das Programm, mit dem sie erzeugt wurden.
Noch deutlicher sind Content Credentials (C2PA): signierte Herkunftsnachweise, die OpenAI bei Bildern aus ChatGPT, Adobe Firefly, Google und einige neue Kameras in die Datei schreiben. Nennt der Nachweis einen Generator, ist die Frage beantwortet. Wie Sie ihn auslesen, zeigt die Seite zum ChatGPT-Wasserzeichen.
Zwei Einschränkungen gehören dazu. Instagram, Facebook, WhatsApp und die meisten anderen Netzwerke entfernen die Metadaten beim Hochladen, und ein Screenshot enthält keine Metadaten des Originals; eine Datei ohne Angaben ist deshalb völlig normal. Außerdem lassen sich Metadaten bearbeiten. Sie liefern einen Hinweis, keinen Beweis. Jedes einzelne Feld einer Datei zeigt der Metadata checker (auf Englisch).
Fake-Bilder erkennen mit Google: die Herkunft finden
Die Frage, woher ein Bild stammt, beantwortet oft mehr als jedes Pixel. Mit Google Lens finden Sie ältere Kopien.
- Am Handy: In der Google-App oder in Chrome auf das Lens-Symbol tippen und das Bild aus der Galerie wählen. Ein Bild auf einer Website können Sie in Chrome auch lange gedrückt halten und von dort mit Google Lens suchen.
- Am Computer: Auf images.google.com das Kamerasymbol anklicken und das Bild hochladen, oder in Chrome mit einem Rechtsklick auf das Bild die Google-Suche starten.
- Zweite Meinung: Bing und TinEye haben eigene Bestände. TinEye sortiert die Treffer auf Wunsch nach Datum, so sehen Sie, wo ein Bild zuerst aufgetaucht ist.
Taucht das angeblich aktuelle Foto schon Jahre früher auf, in einem anderen Land oder auf einem Konto, das KI-Kunst veröffentlicht, ist der Fall erledigt. Findet die Suche gar nichts, kann das Bild neu sein, privat oder von einer KI erfunden. Dann ist der Detektor der nächste Schritt.
Bild online auf KI prüfen: der Detektor als ein Schritt
Weil die sichtbaren Fehler mit jeder Generation seltener werden, gehört ein KI-Bild-Checker zur Prüfung dazu, ganz online und ohne Software. Laden Sie das Bild oben hoch: Nach wenigen Sekunden sehen Sie, ob es wahrscheinlich KI, wahrscheinlich echt oder unsicher ist, zusammen mit der Wahrscheinlichkeit. Das funktioniert auch bei Bildern ohne Metadaten, etwa aus WhatsApp oder Instagram.
Von den Bildern aus Midjourney, DALL·E, SDXL und Flux erkennt er rund 85 %. Trotzdem bleibt das Ergebnis eine Wahrscheinlichkeit, kein Beweis, und kann in beide Richtungen danebenliegen. Nutzen Sie es zusammen mit den Anzeichen und der Herkunft, nicht an ihrer Stelle.
Die Prüfung ist kostenlos, braucht kein Konto, und das Bild wird danach gelöscht; pro Tag ist die Zahl der Prüfungen begrenzt. Für ein einzelnes Bild geht es auch direkt über den KI-Bild-Detektor.
Fake-Bilder sind nicht immer KI
Wer Fake-Bilder online erkennen will, sollte nicht nur nach KI suchen, denn nicht jede Fälschung kommt aus einem Generator. Drei andere Fälle sind mindestens genauso häufig.
- Alte Fotos in neuem Zusammenhang. Ein echtes Bild von früher wird als Foto von heute ausgegeben. Hier hilft nur die Rückwärtssuche, denn das Bild selbst ist echt.
- Bearbeitete Fotos. Etwas wurde wegretuschiert, eingefügt oder verschoben. Der Detektor beurteilt, ob ein Bild KI-generiert ist. Welche Bearbeitungsprogramme eine Datei vermerkt, zeigt der Edited photo detector (auf Englisch).
- Getauschte Gesichter. Ein echter Mensch, in eine fremde Szene montiert. Wie Sie das erkennen, lesen Sie unter Deepfake erkennen. Geht es um ein verdächtiges Konto, hilft Fake-Profil erkennen.
Häufige Fragen
Ist das Bild KI? Kann man das mit bloßem Auge sehen?
Manchmal. Hände, Schrift, gerade Linien und Schatten verraten noch viele KI-Bilder, doch die neuesten Generatoren machen kaum noch sichtbare Fehler. Verlassen Sie sich deshalb nicht allein auf Ihre Augen.
Gibt es einen kostenlosen KI-Bild-Checker?
Ja, den Detektor auf dieser Seite. Er braucht kein Konto, nennt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bild KI-generiert ist, und löscht das Bild danach. Die Zahl der Prüfungen pro Tag ist begrenzt.
Kann Google Fake-Bilder erkennen?
Google Lens zeigt, wo ein Bild schon im Netz steht, und klärt damit oft die Herkunft. Ob ein Bild von einer KI stammt, beantwortet die Suche aber nicht immer. Bilder aus Googles eigenen KI-Werkzeugen tragen SynthID, das Google in der Gemini-App prüfen kann.
Warum hat mein Bild keine Metadaten?
Weil die Datei neu gespeichert wurde. Das passiert bei jedem Screenshot und fast immer, wenn ein Bild über soziale Netzwerke oder WhatsApp kommt. Es ist normal und sagt nichts darüber, ob das Bild echt oder KI ist.
Kann ein KI-Detektor sich irren?
Ja, in beide Richtungen: Ein echtes Foto kann als KI eingestuft werden und ein KI-Bild als echt. Deshalb gibt er eine Wahrscheinlichkeit an und kein festes Urteil. Kombinieren Sie das Ergebnis mit den Anzeichen, den Metadaten und der Herkunft.
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