Ist das Bild urheberrechtlich geschützt?

Mit ziemlicher Sicherheit ja, solange nicht das Gegenteil feststeht: Ein Foto ist ab dem Moment der Aufnahme geschützt, ob es ein ©-Zeichen trägt oder nicht. Herausfinden können Sie aber, wem es gehört und was erlaubt ist. Laden Sie das Bild hoch, um die Urheberangaben in der Datei zu lesen, und folgen Sie den Schritten unten, um das Original und seine Lizenz zu finden.

✓ Kostenlos✓ Ohne Anmeldung🔒 Nach dem Auslesen gelöscht© Liest Copyright, Urheber und Lizenz
©️

Bild hierher ziehen, einfügen oder auswählen, um die Urheberangaben zu lesen

Copyright-Vermerk, Urheber, Bildnachweis und Nutzungsbedingungen, sofern die Datei sie noch enthält.

Bild auswählen →

Nehmen Sie nach Möglichkeit die Originaldatei. Screenshots und Bilder aus sozialen Netzwerken verlieren diese Angaben meist.

Urheberrecht eines Bildes prüfen, Schritt für Schritt

  1. Lesen Sie die Angaben in der Datei. Fotografen, Agenturen und viele Kameras schreiben einen Copyright-Vermerk, den Namen des Urhebers, einen Bildnachweis und manchmal Nutzungsbedingungen in die Datei. Das Tool oben zeigt sie an.
  2. Finden Sie das Original. Suchen Sie das Bild mit Google Lens, TinEye oder Bing und folgen Sie der ältesten und größten Kopie. Sie führt meist zum Fotografen, zu einer Agentur oder zu einer Bilddatenbank. Wie das geht, steht unter Herkunft eines Bildes finden.
  3. Lesen Sie die Lizenz dort, wo Sie das Bild finden. Eine Bilddatenbank, ein Creative-Commons-Hinweis oder eine Seite mit Nutzungsbedingungen sagt Ihnen, was Sie dürfen. Eine Vorschau mit Wasserzeichen auf einer Stockfoto-Seite ist keine Lizenz.
  4. Sehen Sie im Register nach, wenn viel davon abhängt. In den USA verzeichnet das Copyright Office registrierte Werke in öffentlich einsehbaren Unterlagen. Für den Schutz ist eine Registrierung aber nicht nötig, ein fehlender Eintrag beweist also nichts.
  5. Fragen Sie nach. Deckt keine Lizenz ab, was Sie vorhaben, schreiben Sie dem Urheber und bitten Sie um eine schriftliche Erlaubnis.

Kein © heißt nicht frei verwendbar

Nach der Berner Übereinkunft, der fast alle Länder folgen, ist ein Werk automatisch geschützt, sobald es entsteht. Ein fehlender ©-Vermerk, fehlende Metadaten oder eine fehlende Registrierung sagen nichts darüber aus, ob ein Bild geschützt ist. In der EU und in den USA reicht der Schutz in der Regel bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers; für einfache Fotos ohne künstlerische Gestaltung (Lichtbilder) gilt in Deutschland eine kürzere Frist von 50 Jahren, und andere Länder haben andere Fristen.

Hinzu kommt, dass diese Angaben leicht verloren gehen. Instagram, Facebook, X und WhatsApp entfernen sie beim Hochladen oder Versenden. Die meisten Bilder, die aus sozialen Netzwerken gespeichert wurden, zeigen hier deshalb nichts an, obwohl sie jemandem gehören.

Was die Urheberangaben in der Datei bedeuten

Copyright-VermerkDer Anspruch des Rechteinhabers, zum Beispiel „© 2026 Name“. UrheberDer Fotograf oder die Künstlerin. BildnachweisWie der Rechteinhaber genannt werden möchte, oft eine Agentur. QuelleDie Agentur oder das Archiv, von dem das Bild stammt. NutzungsbedingungenLizenzbedingungen, die der Rechteinhaber eingetragen hat, etwa „nur redaktionelle Nutzung“. LizenzseiteEin Link des Rechteinhabers zu seinen Bedingungen. Copyright-StatusOb der Rechteinhaber das Bild als geschützt oder als gemeinfrei markiert hat.

Jedes Feld ist nur eine Behauptung der Datei. Es kann fehlen, falsch sein oder von jemand anderem geändert worden sein. Nutzen Sie es als Spur, die Sie an der Quelle bestätigen, nicht als Beweis dafür, wem das Bild gehört. Die übrigen Angaben des Fotos wie Kamera oder Datum zeigt der EXIF-Viewer. Und falls Sie eigene Fotos veröffentlichen: Wer die Metadaten aus einem Foto entfernt, löscht damit auch Urheber und Copyright.

Lizenzfrei, gemeinfrei, Creative Commons: was erlaubt ist

  • Lizenzfrei (Royalty-free) bedeutet, dass Sie die Lizenz einmal bezahlen statt für jede einzelne Nutzung. Kostenlos oder ohne Bedingungen heißt es nicht, auch wenn viele das so verstehen.
  • Gemeinfrei (Public Domain) heißt, dass niemand mehr Urheberrechte daran hat: Die Schutzfrist ist abgelaufen, der Urheber hat darauf verzichtet (zum Beispiel mit der Lizenz CC0) oder das Werk war nie geschützt.
  • Creative Commons sind Lizenzen, die die Nutzung eines Werks unter Bedingungen erlauben: fast immer mit Namensnennung (BY) und je nach Lizenz ohne kommerzielle Nutzung (NC), ohne Bearbeitung (ND) oder mit Weitergabe unter gleichen Bedingungen (SA). Halten Sie sich genau an die Lizenz, die beim Bild steht.
  • Kostenlose Bilddatenbanken wie Unsplash, Pexels oder Pixabay haben eigene Lizenzen, die die kostenlose Nutzung ihrer Fotos erlauben, auch kommerziell, aber mit Grenzen, etwa dass Sie sie nicht unverändert weiterverkaufen dürfen. Bei Wikimedia Commons steht an jeder Datei, unter welcher Lizenz sie steht und wen Sie nennen müssen.

Sind auf dem Bild erkennbare Personen, Marken oder Logos zu sehen, brauchen Sie unter Umständen weitere Erlaubnisse, zusätzlich zu der für das Foto.

Sind KI-generierte Bilder urheberrechtlich geschützt?

Das hängt vom Land ab, und die Frage ist noch nicht entschieden. In den USA vertritt das Copyright Office die Position, dass das Urheberrecht menschliche Urheberschaft schützt: Was vollständig von einer KI erzeugt wurde, ist nicht geschützt, die Auswahl, Anordnung oder Änderungen eines Menschen dagegen können es sein. Andere Länder sehen das anders.

Ein KI-Bild kann außerdem ein geschütztes Werk oder eine Marke kopieren, und der Dienst, der es erzeugt hat, kann eigene Bedingungen festlegen. Das Tool oben zeigt KI-Kennzeichnungen und Content Credentials, wenn die Datei sie enthält, und der KI-Bild-Detektor analysiert die Pixel. Die Anzeichen, die man mit bloßem Auge sieht, beschreibt Wie erkennt man KI-Bilder?

Diese Seite ist keine Rechtsberatung. Sie erklärt, wie Sie herausfinden, wem ein Bild gehört und was erlaubt ist. Bei kommerzieller Nutzung oder einem Streitfall wenden Sie sich an eine Anwältin oder einen Anwalt.

Häufige Fragen

Wie finde ich heraus, ob ein Bild urheberrechtlich geschützt ist?

Gehen Sie davon aus, dass es geschützt ist. Lesen Sie dann Copyright-Vermerk und Urheber aus der Datei, finden Sie per Rückwärtssuche das Original und lesen Sie die Lizenz dort, wo es veröffentlicht ist. Deckt keine Lizenz Ihre Nutzung ab, bitten Sie den Urheber um Erlaubnis.

Sind alle Bilder im Internet urheberrechtlich geschützt?

Fast alle. Ein Foto oder eine Zeichnung ist automatisch geschützt, sobald es entsteht. Ausnahmen sind Werke, deren Schutzfrist abgelaufen ist, Werke, die der Urheber gemeinfrei gemacht hat, und einige amtliche Werke.

Darf ich ein Bild ohne ©-Zeichen verwenden?

Nicht allein deshalb. Das Urheberrecht hängt weder vom ©-Zeichen noch von einer Registrierung ab, und die Urheberangaben einer Datei gehen beim Teilen im Internet oft verloren.

Darf ich ein Bild verwenden, wenn ich die Quelle angebe?

Eine Quellenangabe ersetzt keine Erlaubnis. Sie genügt nur, wenn die Lizenz sie zur Bedingung macht, wie die Creative-Commons-Lizenzen mit BY. Viele Gesetze erlauben bestimmte Nutzungen auch ohne Erlaubnis, etwa das Zitat, unter Bedingungen, die von Land zu Land verschieden sind.

Was bedeutet lizenzfrei bei Bildern?

Sie bezahlen eine Lizenz einmal und dürfen das Bild danach so nutzen, wie die Lizenz es erlaubt, ohne für jede Nutzung erneut zu bezahlen. Kostenlos oder ohne Bedingungen bedeutet es nicht.

Wird mein Bild gespeichert?

Nein. Das Bild wird gelöscht, sobald seine Angaben ausgelesen sind.

Verwandte Seiten: Herkunft eines Bildes finden · EXIF-Viewer · KI-Bilder erkennen · Metadaten entfernen · Wie erkennt man KI-Bilder? · Bearbeitetes Foto erkennen · Fake-Foto erkennen · ChatGPT-Wasserzeichen · Deepfake erkennen · Fake-Profil erkennen · Is this image copyrighted? (auf Englisch).